Das Glossar von GFKL Collections - Part of Lowell Group

Eidesstattliche Versicherung

Eine Eidesstattliche Versicherung gilt als Ersatz für den früheren Offenbarungseid. Diese stellt eine Erklärung des Debitors dar, der, unter gewissen rechtlichen Voraussetzungen, seine Vermögenssituation offenlegen muss. Auf diesem Wege kann die Zahlungsfähigkeit des Schuldners ermittelt werden.

Forderung

Forderungen bezeichnen diejenigen Gelder in einer Bilanz, die ein Lieferant einer Ware oder Dienstleistung noch erhalten soll bzw. auf diese er noch Ansprüche geltend machen kann.

Gläubiger

Als Gläubiger wird derjenige bezeichnet, der eine Forderung bei einem Schuldner geltend machen kann. Bei Kaufverträgen ist der Verkäufer beispielsweise der Gläubiger des Käufers in Bezug auf den Kaufpreis. Verletzt der Schuldner allerdings seine Leistungspflicht, stehen dem Gläubiger gegebenenfalls zusätzliche Rechte, wie Schadensersatz oder Rücktritt, zu.

Inkasso

Als Inkasso wird der Einzug von überfälligen Forderungen bezeichnet.

Insolvenzverfahren

Wurde eine Zahlungsunfähigkeit bei noch zu leistenden Forderungen festgestellt, wird auf Antrag des Schuldners oder eines bzw. mehrerer Gläubiger, ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Der Zweck dieses Verfahrens liegt darin, festzustellen, wie hoch das aktuell vorhandene Vermögen des Schuldners ist. Außerdem wird geprüft, ob sich eine gemeinschaftliche Befriedigung der Gläubiger umsetzen lässt.

Größter Unterschied zum bisherigen Konkursrecht ist, dass mit dem Insolvenzverfahren versucht werden soll, zum Erhalt der wirtschaftlichen Existenz des Schuldners beizutragen. Das Insolvenzverfahren kann, man spricht hier von einer sogenannten Verbraucherinsolvenz, auch auf Privatpersonen ausgedehnt werden.

Konkurs

Konkurs bezeichnete bis zum 31.12.1998 die gerichtlich festgestellte Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens oder einer Person.

Liquidität

Die Fähigkeit eines Unternehmens oder einer Person, seinen bzw. ihren Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen, wird als Liquidität bezeichnet.

Mahnbescheid

Ein Mahnbescheid kann, bei einem sogenannten vereinfachten Verfahren, beim zuständigen Gericht beantragt werden. Der Mahnbescheid ist die Grundlage für einen Vollstreckungstitel. Die Option, ein gerichtliches Mahnverfahren ohne eine mündliche Verhandlung durchzuführen, ist nur bei Geldforderungen möglich. Sollte ein Schuldner Widerspruch gegen den Mahnbescheid erheben, beginnt ein kostenintensiver Zivilprozess, der wie nach einer Klageerhebung verläuft.

Mahnverfahren

Mit Hilfe eines Mahnverfahrens kann, wie mit einem allgemeinen Klageverfahren, ein Vollstreckungstitel gegen einen Gegner realisiert werden.

Ein wesentliches Merkmal dieses gerichtlichen Mahnverfahrens ist, dass die betroffenen Parteien hier nicht über die Rechtmäßigkeit eines Anspruchs diskutieren können. Somit sind die Gerichts- und Rechtsanwaltskosten maßgeblich geringer als bei einem Klageverfahren.

Offenbarungseid

Vor dem 27. Juni 1970 bezeichnete der Offenbarungseid den Eid eines Schuldners, spezielle Angaben über seine aktuelle Vermögenssituation nach bestem Wissen und Gewissen zu machen. Diese mussten sowohl vollständig als auch korrekt sein. Am 27. Juni 1970 wurde der Offenbarungseid durch die Eidesstattliche Versicherung ersetzt.

Outsourcing

Outsourcing bezeichnet die Maßnahme, bestimmte Funktionen eines Betriebs an externe Unternehmen auszulagern. Ein Beispiel hierfür ist das Forderungsmanagement. So können bestehende Forderungsmanagement-Abteilungen im Ganzen, teilweise auch mit einer Personalübernahme, an externe Partner ausgelagert werden.

Pfändung

Als Pfändung wird die staatliche Beschlagnahmung von Gegenständen bezeichnet, mit welcher die Forderung eines Gläubigers befriedigt werden soll. Die Pfändung gilt ausschließlich als Zwangsvollstreckungsmaßnahme für das bewegliche Vermögen.

Vor einer angesprochenen Pfändung müssen sämtliche Voraussetzungen einer Zwangsvollstreckung erfüllt sein. Eine Vollstreckung kann sowohl durch eine Sachpfändung als auch durch eine Forderungspfändung, wie beispielsweise eine Kontenpfändung oder eine Lohnpfändung, erfolgen. Nach jeder Pfändung wird das Pfändungsrecht gültig, welches die Verwertung des gepfändeten Gegenstandes erlaubt.

Schuldner

Als Schuldner bezeichnet man jemanden, der, aufgrund einer Schuld, eine Leistung erbringen muss. Diese hat er beim Gläubiger zu leisten, der in der Regel versucht, die Schuld bei nicht fristgerechter Leistung zu erheben.

Schuldnerhilfe/Schuldnerberatung

Als Schuldnerhilfen werden in der Regel gemeinnützige Vereine bezeichnet, die verschuldete Privatpersonen unterstützen und beraten. Diese Beratung erfolgt meistens auch auf sozialer Ebene. Diese Unterstützung zeigt sich beispielsweise bei der Begleitung eines Schuldners zu Gesprächen mit betroffenen Banken, wo die verantwortliche Person der Schuldnerhilfe als Vermittler auftritt.

Titel/Titulierung

Der Begriff „Titel“ wird als Verkürzung des Vollstreckungstitels eingesetzt: Dieser Vollstreckungstitel – oder auch vollstreckbarer Titel – ist eine öffentliche Urkunde, aus der hervorgeht, dass einem Unternehmen oder einer Person ein Anspruch zusteht. Der Titel dient als Voraussetzung für eine Zwangsvollstreckung gegen einen Schuldner. Erst die gerichtliche Forderung ist rechtskräftig und bestätigt so den Anspruch des Gläubigers gegen den Schuldner.

Zwangsvollstreckung

Erst, wenn ein Gläubiger in einem Mahn- oder Klageverfahren einen Vollstreckungstitel, wie beispielsweise einen Mahnbescheid oder ein Urteil gegen den Schuldner, erwirkt hat, kann dieser mit der Verwirklichung des Anspruchs durch die Vollstreckungsbehörden beginnen. Geldforderungen können vom Gerichtsvollzieher beispielsweise durch Pfändung vollstreckt werden.

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